Heute, am 24. Juni, ist Johannistag, der Tag an dem das Echte Johanniskraut seine stärkste Wirkung entfalten soll.

Das Johanniskraut ist unsere königliche Sonnenpflanze. Sein Samen keimt nur im Licht. Und wenn es dann seinen Thron an einem heißen und kargen Ort bestiegen hat, streckt es seinen Spross der Sonne entgegen. Nach oben verzweigt es sich dann majestätisch in die Breite, damit die am Ende stehenden goldenen und mit zahlreichen Staubfäden gekrönten Blüten auch ja viel Licht erhalten.
Es kann der Sonne aber nicht genug bekommen und perforiert seine Blätter mit durchsichtigen Öldrüsen, um noch mehr von ihr erhaschen zu können. Daher rührt auch sein botanischer Name „Hypericum perforatum“.

Und nehmen wir die Pflanze in uns auf – in Form einer Tinktur, eines Tees oder des roten Johanniskrautöls – dient sie uns als Vermittler der Sonnenenergie und gibt ihre Eigenschaften gerne an uns weiter: sie bringt Licht in die Nacht der Seele und hilft uns über Depressionen und dunkle Energien hinweg.
Auch hat sie eine starke Verbindung zum Blut, unserem körpereigenen Energieträger. Kaum zu übersehen, denn sie färbt unsere Finger blutrot, wenn wir sie zerreiben.

Auch ihre Lichtdurchlässigkeit behält sie nicht für sich, denn ihr rotes Pigment „Hypericin“ durchlichtet auch unseren Körper und macht die Haut sensibel für UV-Strahlung.

Es könnten sich so einige Herrscher ein Beispiel an diesem Sonnenkönig nehmen, der seinem Volke so selbstlos zu Diensten ist.

Die Blüten und Blätter des Johanniskraut sind übrigens essbar, sie schmecken aber leicht bitter und harzig. Eine schöne Dekoration sind sie aber allemal.

Man kann sie noch bis etwa Ende Juli sammeln, am besten – wie sollte es anderes sein – an einem warmen, sonnigen Tag.

Das Johanniskraut
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