Die Knoblauchsrauke – bekannt als Unkraut am Wegesrand und unter Hecken.
Aber wer weiß heute noch, dass dieses wandlungsfreudige Gewächs tatsächlich unser ältestes heimisches Gewürz ist?


Ihr Name leitet sich von ihrem Geschmack ab, und schon beim Zerreiben der Blätter können wir das Knoblaucharoma wahrnehmen. Aber wer glaubt, dass sie verwandt sind, irrt! Die Knoblauchsrauke gehört zu den Kreuzblütengewächsen und ist in eine Familie mit dem Self und Kohl geboren.Deswegen enthält sie auch nicht die „Aliin“ genannten Aminosäuren der verschiedenen Laucharten wie Knoblauch oder Bärlauch. Stattdessen beinhaltet sie das Senfölglycosid Sinigrin, das den leicht scharfen Geschmack ausmacht.


Die Zeit, die würzigen Blätter zu verwenden, ist nun schon fast vorüber. Aber die Knoblauchsrauke schenkt uns auch ihre zarten Blüten nicht nur zum Augenschmaus, sondern darüber hinaus als schöne Beigabe zu Gerichten. Und sind die Blüten bald verblüht, finden wir in ihren Schoten kleine Samen zum Genießen.


So einfach kann dann auch ein kleiner Spaziergang vielfältige Würze in unser Leben bringen.

Die Knoblauchsrauke
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