Sie sieht aus wie ein Wesen aus längst vergangener Zeit, wie eine verwunschene Schlange, ein verlorener Zauberstab oder der Gehstock eines Zwergs.
Tatsächlich ist sie eine fast vergessene Köstlichkeit, die Wurzel eines Korbblütlers, eng verwandt mit Löwenzahn und Wegwarte. Geschmacklich erinnert sie in rohem Zustand an eine Kokosnuss.

Wie ihr Verwandter der Löwenzahn enthält sie sowohl das süße Inulin, das die Verdauung reguliert und unseren Milchsäurebakterien im Darm als willkommenes Futter dient, als auch den bitteren weißen Milchsaft, der einen besonders positiven Einfluss auf die Leber hat.

Mit ihrem anderen Bruder, dem Spargel, hat sie das Asparagin gemein, das anregend auf die Nieren wirkt und damit die Entgiftung fördert.
Darüber hinaus enthält sie besonders viel Eisen, Mangan und Vitamin E.

Wer sie noch nicht kennt sollte die Augen offenen halten, denn ganz unscheinbar versteckt sie sich zwischen den vielen bunten Gemüsesorten! Man findet sie jedoch nur gelegentlich im Bioladen oder auf Bauernmärkten.

Bei ihrer Zubereitung empfehlen sich Handschuhe gegen den klebrigen Milchsaft, der auch gerne mal hartnäckige braune Flecken hinterlässt. Oder man nehme stattdessen meine Variante und ölt seine Hände einfach vorher gut ein.

Man kann die Schwarzwurzel wie Spargel zubereiten, ich jedoch liebe sie natürlich roh. Für einen Schwarzwurzel-Salat wird sie geschält und in kleine Stücke geschnitten. Sie sollte sofort in Zitronensaft eingelegt werden, sonst verfärbt sie sich unansehnlich braun.

Für meinen wunderbar sättigenden Schwarzwurzel-Lieblingssalat brauchst du:

4 Schwarzwurzeln
Saft einer halben Zitrone
¼ – ½ Bund gehackte Petersilie und etwas Schnittlauch
1 EL Rotalgen-Flocken (oder eine Prise Steinsalz)
optional: 1/2 EL Mandelmus
optional: 1/2 reife Avocado

Alle Zutaten vermengen und genießen.

Die Schwarzwurzel – Kokosnuss des Nordens
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